Was ist Gaeng Pa?
Gaeng heißt Curry, Pa bedeutet Wald oder Dschungel. Das Gericht kommt aus dem bergigen Norden und den Waldgebieten Thailands, wo Kokospalmen kaum wachsen. Statt Kokosmilch tragen Brühe, Chili und frische Kräuter den Geschmack. In Thailand gehören Thai-Auberginen, Erbsenauberginen, lange Bohnen und Krachai, eine Ingwerverwandte, in den Topf. Viele Köche geben grüne Pfefferkörner an der Rispe dazu.
Curry ohne Kokosmilch: so bekommt es Geschmack
Bei Currys mit Kokosmilch brätst du die Paste im Kokosfett an. Hier übernimmt das Pflanzenöl diese Aufgabe. Brat die Paste bei mittlerer Hitze 2 Minuten unter Rühren, bis sie duftet und sich das Öl rot färbt. Erst dann gibst du Fleisch und Gemüse dazu. Gieß Brühe statt Wasser an, sie liefert die Grundwürze, die sonst aus der Kokosmilch käme.
Am Schluss schmeckst du mit Fischsauce und Palmzucker ab. Die Fischsauce bringt Salz, der Zucker rundet die Schärfe ab. Probier nach jedem halben Teelöffel. Auch ein rotes Thai-Curry ohne Kokosmilch kochst du nach diesem Prinzip.
Die richtigen Zutaten
- Currypaste: Rote Currypaste aus dem Asia-Laden funktioniert. Lies die Zutatenliste: Viele Pasten enthalten Garnelenpaste.
- Aubergine: Runde Thai-Auberginen bleiben bissfest. Eine europäische Aubergine zerfällt schneller, schneid sie in größere Würfel.
- Hähnchen: Hähnchenschenkel ohne Haut bleiben in der Brühe saftiger als Brust. Nimmst du Brust, gib sie erst 8 Minuten vor Ende dazu.
- Kräuter: Kaffir-Limettenblätter bekommst du tiefgekühlt, sie halten im Gefrierfach Monate. Thai-Basilikum gibst du erst am Ende dazu, es verliert beim Kochen sein Aroma.
Fehlen dir Thai-Basilikum oder Kaffir-Limettenblätter, findest du Ersatz unter asiatische Zutaten ersetzen.
Häufige Fehler
- Paste nicht angebraten: Gibst du die Paste direkt in die Brühe, schmeckt das Curry roh und mehlig.
- Zu viel Chili auf einmal: Die Currypaste bringt schon Schärfe mit. Gib die frischen Chilis nach und nach dazu.
- Brühe zu salzig: Fertigbrühe und Fischsauce salzen doppelt. Nimm salzarme Brühe und würz am Ende.
Varianten
In Thailand kochen viele Gaeng Pa mit Schweinefleisch, Fisch oder Wildschwein. Für eine vegetarische Fassung nimmst du festen Tofu, Pilze und Gemüsebrühe, eine Currypaste ohne Garnelenpaste und Sojasauce statt Fischsauce. Zusätzliches Gemüse wie Maiskölbchen, grüne Bohnen oder Zuckerschoten gibst du 5 Minuten vor Ende in den Topf.
Weitere Thai-Currys ohne Kokosmilch: Gaeng Som ist sauer-scharf und mit Fisch, Gaeng Om Gai ein kräuteriges Hähnchen-Curry aus dem Isaan. Gaeng Hung Lay aus dem Norden schmort Schweinefleisch mit Ingwer und Tamarinde. Magst du es cremig, koch das rote Thai-Curry mit Huhn mit Kokosmilch.
Dazu passt
Gaeng Pa isst du mit gedämpftem Jasminreis, der die scharfe Brühe aufsaugt. Die richtige Wassermenge und Garzeit findest du unter Jasminreis kochen. Für ein ganzes Thai-Essen stellst du einen Gurkensalat oder Spiegeleier dazu, die die Schärfe abfangen.
